Japanische Lebensmittel

Eine Übersicht typisch japanischer Lebensmittel, die in keine der anderen Kategorien passen. Die meisten sind Fertigprodukte, die in japanischen Küche regelmäßig verwendet werden:fertige Tsukemono, Panko, Kamaboko und vieles mehr.

沢庵 Takuan
Als Takuan oder Takuan-zuke bezeichnet man in Nuka Reiskleie und Meersalz eingelegten Daikon Rettich, dafür wird das Gemüse wird zuerst an der Luft getrocknet und dann in großen Holfässern über eine lange Zeit fermentiert. Takuan hat einen feinen, salzig-säuerlichen Geschmack, durch die Fermentation färbt er sich gelb. Auf diese Art hergestellter Rettich ist sehr reich an Vitamin C und gehört zu den traditionellen japanischen Grundnahrungsmitteln. Oft wird dieses Tsukemono auch Sushi Rettich genannt, das es für Zubereitung von fischfreien/vegetarischen Sushi gut geeignet ist. Neben dem schmackhaften Takuan gibt es leider auch künstlich gelb eingefärbten und mit Süßstoff gewürzten „unechten Takuan“, diese Sorten haben oft einen sehr unangenehmen bitter-süßen Geschmack und schmecken ganz anders als das Original. Echten, mit traditionellen Methoden eingelegten Takuan kann man unter anderen bei Makrobiotik Versand bekommen, von Arche oder Muso, beide Sorten schmecken sehr gut.
Bettarazuke (べったら漬け) ist eine in Tokio beliebte Art eingelegter Daikon. Es wird durch Marinieren mit Zucker, Salz und Sake (in dem die Schimmelkulturen belassen wurden) hergestellt. Der Name stammt von der Klebrigkeit des Rückstandes des Einlegeprozesses. Bettarazuke hat einen knackigen, süßen Geschmack.

パン粉 Pan-ko
Wörtlich übersetzt bedeutet Panko "Brotmehl", es ist die japanische Variante von Paniermehl. Es besteht aus wesentlich größeren Brotkrumen und ist sehr knusprig, damit panierte Speisen sind leichter und viel knuspriger. Panko kann für alle Arten von Speisen verwendet werden, eigentlich überall da wo man normalerweise das übliche Paniermehl nehmen würde, es schmeckt auch sehr gut in typisch "westlichen" Gerichten wie z.B. Schnitzel. In Japan ist Panko besonders bei Tonkatsu beliebt, das ist paniertes und frittiertes Schweinekotelett, diese Art der Zubereitung wird "furai" genannt: dabei werden Scheiben von Fleisch, Fisch oder Garnelen(ebi) in Ei getaucht, dann in Panko, anschließend frittiert.Panko schmeckt auch sehr gut über Aufläufe gestreut, als eine Art von "Käseersatz" bei veganen Gerichten, es ist vegetarisch/vegan, die wesentlichen Zutaten sind Weizenmehl, Maisstärke, gehärtetes Palmöl, Tapiokastärke, Salz, Zucker und Trockenhefe.
梅干Umeboshi
Umeboshi sind getrocknete, im Salz eingelegte japanische Aprikosen, die fälschlicherweise oft als Pflaumen bezeichnet werden, es ist ein beliebtes Tsukemono. Die meisten Umeboshi werden mit rotem Shiso eingefärbt, es gibt aber verschiedene Sorten: ohne Shiso, mit weniger Salz oder auch mit Bonitoflocken gewürzt. Umeboshi sind sehr gesund, es gibt sie auch als Paste und kleine Kügelchen, wenn man den Geschmack nicht mag aber die Wirkstoffe aufnehmen möchte.
Mit Hilfe der Paste aber auch der ganzen Frucht können würzige Salat Dressings zubereitet werden, in Japan wird gerne Reis mit Umeboshi gegessen.
Die Ume-Aprikose gilt in Japan schon seit Urzeiten als kraftvolles Heil- und Nahrungsmittel. Für den Ernährungswissenschaftler K. Ninami hat Ume folgende wichtige medizinische Wirkung: Desinfizierend; entgiftend; stärkt die inneren Organe; regenerierend bei Erschöpfungszuständen; blutreinigend; den Hormonhaushalt ausgleichend; Arteriosklerose vorbeugend; Energieaufbauend; wirkt Erkältungen entgegen; lindert Halsschmerzen.

